Über uns

Unser Haus e.V. aus Augsburg…

stellt sich vor:

Wir sind eine bunt gemischte Gruppe aktiver Menschen aus verschiedenen Zusammenhängen und Lebenslagen, sowie mit unterschiedlichen Vorstellungen, Fähigkeiten, Ideen und Ressourcen, die vor allem eines eint: Der Wunsch nach einem alternativen Hausprojekt für Augsburg. Seit den ersten Treffen und gemeinsamen Überlegungen zu diesem Thema vor über einem Jahr hat sich die Gruppenstruktur stetig entwickelt, sodass sich bis dato eine Kerngruppe von ca. zehn Aktivist*innen herauskristallisiert hat, welche mit vollem Eifer auf dieses Ziel hinarbeitet. Hinzu kommt ein loser, aber stetig wachsender Unterstützer*innen Kreis, welchem sich bereits bei der ein oder anderen Aktion dankbar von unserer Seite aus bedient wurde.

So arbeiten seit Sommer letzten Jahres alle gemeinsam an unserem Ziel:

Die dauerhafte Schaffung eines Ortes, welcher gleichermaßen der Generierung sozialverträglichen und selbstbestimmten Wohnraums, sowie der Etablierung eines kulturellen und politischen Freiraums dienen soll.

Warum gerade Augsburg?

Neben der einfachen Antwort, dass wir unseren Lebensmittelpunkt in Augsburg haben und ihn größtenteils auch langfristig dort ansiedeln, gibt es zwei weitere Begründungen der Notwendigkeit alternativer Hausprojekte in der Stadt:

  • Augsburg ist eine der am stärksten wachsenden Großstädte der BRD, innerhalb von fünf Jahren wuchs die Stadt um 20.000 Menschen, sodass mittlerweile ca. 290.000 Personen (ohne Umland) in der Stadt wohnen. Da weder die Schaffung von Wohnraum im Allgemeinen, noch die von sozial verträglichem im Speziellen, mit dieser Entwicklung annähernd Schritt hält, kommt es in der Stadt gleichzeitig auch zu einer der höchsten Mietsteigerungen. Und das in der Stadt, die schon seit längerem als die ärmste Bayerns gilt. Die Stadtregierung nimmt diese Problematik, wie es sich im aktuellem Verlauf zeigt, nicht annähernd Ernst genug. Dem gilt es, wenn auch im kleinen, Ideen und Projekte entgegen zu setzten!
  • Augsburg bietet (als eine Universitätsstadt mit immerhin über 26.000 Studierenden, Zahl kontinuierlich steigend) abseits der kommerziellen Kulturangebote vergleichsweise nur wenig Raum für alternative Verwirklichungen. Die Zahl vorhandener Freiräume und selbstverwalteter Projekte aller Art ist begrenzt, wenn auch in den letzten Jahren zu Recht stark steigend. Der Bedarf ist hier aber noch lange nicht gedeckt, also wollen wir, so gut es geht, unseren Beitrag in diesem neu entstehenden alternativen Netzwerk der Stadt leisten.

Ein möglicher Ort an dem diese Version verwirklicht werden könnte, fiel uns vor einem halben Jahr förmlich in den Schoß. Während wir fleißig mit der Erstellung eines eigenen Leerstandmelders und dem Ausfindigmachen verschiedener Eigentümer*innen beschäftigt waren, wurde ein Bekannter auf unser Projekt aufmerksam, der zugleich eine passende Immobile besitzt. Nach ersten Besprechungen war klar: Der Eigentümer will sehr gerne an uns verkaufen, wir wollen mit dem Haus arbeiten.

Das besagte Grundstück am „Katzenstadl“ befindet sich sehr zentral gelegen (Ca. 10 Gehminuten von den zentralen Plätzen der Stadt), in unmittelbarer Nähe des heimischen Eishockeystadions. Auf dem Grundstück befindet sich ein größeres Vorder- und ein etwas kleineres Hinterhaus. Des Weiteren steht Innenhof mit kleinen Grünflächen zur Verfügung! Annähernd die komplette Unterkellerung des Vorderhauses wird für den von uns unbedingt gewünschten Freiraum eingeplant. Ansonsten sind im Vorderhaus drei größere WG.-Wohneinheiten, sowie im Hinterhaus, je nach weiterer Planung 2-4 weitere kleinere Wohneinheiten geplant, sodass von einer Bewohner*innen Zahl von 13 – 15 Personen ausgegangen wird. Die beiden Häuser haben leider einen relativ hohen Sanierungsbedarf, hierbei muss vor allem das Hinterhaus voraussichtlich komplett entkernt und grundsaniert werden. Wir sind uns trotzdem sicher mit diesen Gebäuden unser Projekt verwirklichen zu können.

Dabei ist uns im Allgemeinen vor allem wichtig:

…Dass das Projekt seinen selbstverwalteten und hierarchiefreien Charakter behält, in welchem der potentiellen Mitwirkung aller keine Schranken auferlegt sind. Dabei entscheiden wir fair und gleichberechtigt im Konsensprinzip. Wir möchten selbstbestimmt leben und uns nicht Zwängen wie Eigentum oder Mietvertrag unterwerfen.

…Dass durch die Entprivatisierung von Lebensraum ein Beitrag in der Debatte um die Profitmaximierung am Wohnungsmarkt geleistet wird. Unserer Ansicht nach ist bezahlbarer Wohnraum ein unabdingbares Grundbedürfnis in unserer Gesellschaft, welches auch wieder als ein solches wahrgenommen werden muss.

…Dass wir einen Ort für neue Ideen schaffen, einen Ort der mit der Leistungs- und Konkurrenzgesellschaft bricht, indem Profit und Überfluss keinen Platz finden, sondern Möglichkeiten geschaffen werden, selbstbestimmte und alternative Lebensformen zu verwirklichen.

…Dass sichergestellt wird, dass das Projekt langfristig und nachhaltig bestehen bleibt. Nicht einzig und allein „unserer“ Generation von Bewohner*innen soll das Haus als Lebensraum und Treffpunkt dienen, es soll stattdessen auch für und in die Zukunft hinein wirken!

…Dass in dem Projekt eine Lebensweise praktiziert wird, in der kein gewöhnliches „nebeneinander her leben“ existiert, sondern sich über die einzelnen Wohneinheiten hinaus eine Lebensgemeinschaft entwickelt, in der es auch individuellen Rückzugsraums gibt.

…Dass das Projekt unbedingt gleichermaßen offen bleibt für alle Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Herkunft. Mit dem Niederreißen von Grenzen wollen wir in unseren eigenen vier Wänden beginnen!

…Dass das Projekt kein isoliertes, nur auf sich selbst fokussiertes, reines Wohnprojekt ist, sondern durch seine Arbeit, der Bereitstellung von Freiraum und seinem Beispiel an alternativer Lebenskultur immerzu in Nachbarschaft, Stadt und Gesellschaft hineinwirkt!

…Dass wir unser Projekt als Anfang sehen. Wir möchten auch nach der Etablierung unseres Projektes mit neuen Projekten zusammenarbeiten und diese unterstützen. Auch auf die in Augsburg immer lauter tönenden Frage „Wem gehört die Stadt?“ wollen wir eine bunte, offene und solidarische Antwort sein.

…Dass das Projekt in einer engen Zusammenarbeit zu bestehenden alternativen Projekten in der Stadt steht. Bereits jetzt stellt uns ein selbstverwaltetes kulturelles Zentrum seine Räumlichkeiten für unsere Arbeit zur Verfügung. In Sachen Veranstaltungen arbeiten wir mit einem selbstverwalteten Konzertraum und einem Kulturcafé zusammen und für die zukünftige Zusammenarbeit stehen wir bereits mit weiteren solidarischen Projekten aus Augsburg in Kontakt.

Noch kurz zum Abschluss:

  • Sind noch Fragen offen geblieben? -> Schreib uns eine Mail (unser-haus-augsburg@gmx.de) oder eine Nachricht auf Facebook (facebook.com/unserhaus.ev)
  • Mehr über unsere Ziele gibt es ->hier<-
  • Mehr über das Mietshäuser-Syndikat gibt es auf unserer Homepage ->klick<- oder auf der offiziellen Seiten des Syndikats -> klick <-
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